WERTGUTACHTEN

 

Klassische Fahrzeuge sind etwas besonderes. Leider auch im Schadenfall!!!

Genügt deshalb eine Selbsteinschätzung oder ist ein Gutachten die bessere Wahl?

Diese Frage muss sich jeder Fahrzeugbesitzer selbst beantworten. Als Oldtimer-Fahrer sollten Sie sich allerdings darüber im Klaren sein, dass im Schadenfall die Beweislast bei Ihnen als Fahrzeughalter liegt. Oft hält eine reine Selbsteinschätzung im Schadenfall einem Rechtstreit nicht stand.

Im Gegensatz zu einer subjektiven und damit zwangsläufig vagen Selbsteinschätzung bestimmt ein unabhängiger Sachverständiger Zustand und Wert eines Fahrzeugs anhand objektiver Kriterien mit einer Gesamtzustandsnote. Darüber hinaus wird die Übereinstimmung mit den entsprechenden Fahrzeugunterlagen geprüft. Neben gängigen Kriterien, wie Lack- und Karosseriezustand, werden dabei auch Aspekte der Originalität oder Historie des Fahrzeuges berücksichtigt.

Der in einem Kurzgutachten zur Versicherungseinstufung ermittelte Marktwert eignet sich nicht zur Schadensregulierung oder als Verkaufsgrundlage. So ist der Marktwert der geschätzte Betrag, der für das Fahrzeug aktuell bezahlt wird oder anders herum erzielt werden kann. Es handelt sich in der Regel um den Durchschnittspreis am Privatmarkt.

„Welche Höhe der Marktwert aber letztendlich hat, bestimmt nicht allein die Marktlage, sondern auch die Verhandlung zwischen Anbieter und Käufer.“

Dies ist bei häufig gehandelten Fahrzeugen gewährleistet. Was ist aber bei selten gehandelten Fahrzeugen? Preise für gewerblich gehandelte oder auf Auktionen erworbene Fahrzeuge, fließen als Durchschnittspreise oder als Auktionspreis in die offiziellen Marktwertlisten ein. Dazu kommen die erzielten Preise im Privathandel. Hieraus ergibt sich der durchschnittliche Marktwert, der für diese Fahrzeuge je nach Zustand gezahlt wird. Die getroffene Wertermittlung ist beispielsweise die Basis der Versicherungseinstufung bei Oldtimer-Sondertarifen.

„Dieser Marktwert gilt als festgesetzter Preis im Sinne des Versicherungsvertragsgesetzes.“

Weiter ist zu unterscheiden zwischen Wiederbeschaffungswert und Wiederherstellungswert.

Der Wiederbeschaffungswert bildet die Basis für die Abwicklung eines Haftpflichtschadens. Er bestimmt sich nach der Summe, die der Geschädigte im Falle eines Gesamtschadens aufwenden muss, um ein gleichartiges oder gleichwertiges Ersatzfahrzeug zu beschaffen.

Der Wiederherstellungswert resultiert aus der Höhe der Aufwendungen, um das Fahrzeug in den jetzigen Zustand zu bringen, plus Fahrzeuggrundpreis, also dem Anschaffungswert. Er ist wichtig, wenn nach einem Schaden der Versicherung eine Restaurierung glaubhaft gemacht werden soll.

„Unabhängig davon, wofür eine Wertermittlung gebraucht wird, ein Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen hilft somit Unsicherheiten, Missverständnisse und Risiken zu vermeiden.“

Je nach Anforderung kann eine Bewertung entweder kurz und kompakt oder ausführlich und umfangreich ausfallen.
Bei einem Wertgutachten handelt es sich um eine ausführliche Bewertung mit einer intensiven Begutachtung und Probefahrt des Fahrzeuges.

„Alle Angaben und Ermittlungen beziehen sich ausschließlich auf den Tag der Besichtigung.“

Die Gutachten enthalten folgenden Dokumentationsumfang:

Kurzbewertung = Kurzgutachten

  • Die Kurzbewertung beruht auf einer groben äußerlichen Inaugenscheinnahme
  • Auflistung der technischen Daten
  • Identifikationsprüfung
  • Zustandsnote und Fahrzeugwert
  • mindestens 6 Fotos zur Dokumentation
  • Lackschichtdickenmessung (ohne Dokumentation)
  • Definition der Zustandsnoten
  • Zertifikat mit einer Gesamtzustandsnote und dem entsprechenden Wert
  • Marktwertermittlung nur zur Versicherungseinstufung

*** Es besteht die Möglichkeit, eine erweiterte Kurzbewertung mit Ergänzungen und zusätzlichen Fotos zu erhalten.

Ausführliche Bewertung = Wertgutachten

  • optische und einfache technische Prüfung des Fahrzeuges ohne Zerlegung oder Demontage an Hand einer Checkliste
  • Auflistung der technischen Daten, der Ausstattung und Modifikationen
  • Beschreibung der Baugruppen
  • Besichtigung der Fahrzeugunterseite auf einer Hebebühne oder Grube
  • Lackschichtdickenmessung (ohne Dokumentation)
  • Originalitätsprüfung des Erscheinungsbildes
  • Identifikationsprüfung (FIN, Motornummer, Getriebenummer, Karosserienummer, etc.) 
  • Probefahrt (wenn möglich)
  • Umfangreiche Bildanlage mit Detailfotos
  • Wertfeststellung
  • Zertifikat mit einer Gesamtzustandsnote und dem entsprechenden Wert
  • Definition der Zustandsnoten

*** Eine erweiterte Prüfumfang (z.B. Kompressionsprüfung, Lackschichtdickenmessung mit Dokumentation, Endoskopie der Hohlräume) kann zusätzlich in Auftrag gegeben werden.

Klassische Fahrzeuge sind etwas Besonderes. Leider auch im Schadenfall!
Nach einem Unfall also nichts dem Zufall überlassen.
Echte Experten bewerten neutral und unabhängig.

klassik@kfz-gutachten-kaden.de